Commodore Amiga 500 |
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16 Bit Multimedia Computer |
Prozessor : | Motorola 68000 mit 7,09 MHz |
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Gebaut : | 1985 bis 1992 |
Speicher : | 512 KB RAM | |
Betriebssystem : | Kickstart bis V 3.0 | |
Auflösung / Farben : | Bis zu 640x512 / Max. 4096 | |
Neupreis : | 1200,- DM | |
Gezeigtes Gerät : | Privat 50 ,- DM | |
Hauptanwendungen : | Spiele, Videobearbeitung | |
Nachfolger : | A 500+ / A 600 / 1200 | |
Soundcheck : |
Zak Mc Kracken |
Eine gänzlich neue Technik, neue Wege in der Datenverarbeitung und ein großes Leistungspotential waren die Stärken des Amiga 500. Ursprünglich als Spielkonsole von der Firma Amiga konzipiert, wurde sie von Commodore aufgekauft und zum Amiga 1000 entwickelt. Der Amiga 1000 war aber recht teuer, so das 1987 für den Heimbereich der 500 auf den Markt kam. Seine Leistung war für damalige Verhältnisse sensationell. Die neuen Chips Denise, Agnus und Paula waren fleißige Helfer der CPU. Sie übernahmen Grafik, Sound und Speicherverwaltung und entlasteten so die 16 Bit CPU. Der Arbeitsspeicher war mit 512 KB großzügig bemessen, konnte auch leicht auf mehrere MB aufgestockt werden. Eigentlich war an diesem Computer alles perfekt, aber leider ist gerade in der Computerbranche Zeit schnell verstrichen. Aber dazu später mehr. Beim Einschalten des Computers erscheint eine Meldung des Kickstart, eine Workbench Diskette einzulegen. Ohne eine Diskette startete nichts an diesem Computer, positiv das der Computer bootfähig war, negativ die ewige und ausreichende Sicherung von Workbench Disketten falls mal wieder eine im Kaffee ertrank. Der Computer war von Hause aus mit einem 3,5 Zoll Diskettenlaufwerk versehen. Die Maus war zur Bedienung der Workbench, einer multitasking fähigen, grafischen Benutzeroberfläche gedacht. Spiele und Videobearbeitung waren damals das Hauptargument für den Kauf eines solchen Computers. Er konnte auch ohne Schwierigkeiten mit einem MiDi Anschluss versehen werden. So hätte eigentlich nichts schief gehen können, aber Commodore ruhte sich zu schnell auf den Lorbeeren aus. Weiterentwicklungen gab es kaum, das Gerät wurde leider als ernsthafter Computer nicht richtig vom Markt angenommen. Der Amiga 3000 folgte noch und ein paar andere Modelle, die aber im großen und ganzen keine sinnvollen Weiterentwicklungen darstellten. Einige Fans basteln immer noch an einem Nachfolger, vielleicht bekommen wir noch mal was von dem Amiga zu hören. Neben dem Amiga war der C 64 auch weiterhin im Programm und finanzierte durch seinen guten Abverkauf die Firma Commodore.
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Die Anschlüsse des A 500 haben nicht mehr viel mit dem der alten Commodore Heimcomputer gemeinsam. Standard Anschlüsse für Drucker (Parallel), Audio Ausgänge für die HiFi Anlage, Serial Port für Modem u.ä., ein Monitor wird an dem breiten Stecker ganz rechts angeschlossen (da ist auch der Platz für das HF Modul). Das Diskettenlaufwerk befindet sich auf der rechten Seite, auf der linken ist der Expansion Port für CD ROM Drives, Festplatte und MS DOS Erweiterungen. | |
Das Board des Amiga 500. Die neuen Chips (Denise, Paula, Agnus) sind hier gut zu sehen, die eigentlich genau wie heute im PC dem Prozessor die Arbeit der Grafikberechnung und Soundbearbeitung abnehmen und so dem Amiga zu großer Rechenleistung verhalfen. Die kleine Zusatzplatine kostete damals 250,- DM und brachte dem Amiga insgesamt 1 MB Hauptspeicher und eine Batterie gepufferte Uhr. Unter dem Diskettenlaufwerk sind auf dem Board die Namen von Commodore Mitarbeitern zu finden, die an der Entwicklung des Amiga 500 mitgeholfen haben. |
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![]() Eine Werbung für eine limitierte Auflage der von Stefanie Tücking designten Amiga Ball und Tiger
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![]() Die Einschaltmeldung des Amiga 500 |
Die Tradition der Entwickler, sich in einem neuen Gerät zu verewigen, war beim Amiga 1000 ganz ausgeprägt. Das Gehäuse wurde mit den Unterschriften der Entwickler sowie einem Pfotenabdruck des Hundes von Jay Miner versehen. Heute finden sich auch immer noch die Namen der Entwickler der Amigas gedruckt auf dem Mainboard. Der erste voll entwickelte Prototyp des Amiga 1000 zur Präsentation auf der CES 1984 wurde in einem eigens gebuchten Sitzplatz im Flugzeug transportiert. Dort wurde er zum absoluten Highlight der Messe, auch wenn des öfteren mal hier und da ein Chip den Geist aufgab, da sie für die Dauerbelastung nicht ausreichend geprüft wurden. Da aber die Entwickler gleich mit vor Ort waren, konnten die Fehler schnell behoben werden. |
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